Treue und Vertrauen

Dauerhaftes Glück fällt nicht vom Himmel. Immer mehr Menschen trennen sich jeweils nach kurzer Zeit wieder von ihrem Partner. Der Schlüssel zur Treue liegt in einer vertrauensvollen Beziehung.

In unserer Gesellschaft gibt es kaum noch Tabus. Erlaubt ist, was gefällt. Doch knapp die Hälfte aller Männer und Frauen lehnen Umfragen zufolge Seitensprünge ab. Stattdessen wünschen sie Sicherheit und Geborgenheit in einer Beziehung. Bereits der sprachliche Ursprung von Treue liegt im Vertrauen. Wer darauf vertrauen kann, dass er für seinen Partner die wichtigste Person im Leben ist, gewinnt daraus häufig erst die Stärke, um eine langfristige Beziehung einzugehen.   Jemand der seine Liebste oder seinen Liebsten bereits in den ersten Wochen der Partnerschaft betrügt, ist wahrscheinlich noch nicht reif genug, um auch in konfliktreicheren Phasen fest zu seinem Partner zu stehen. Ein Seitensprung bei frisch Verliebten ist daher immer ein Bruch des Vertrauens.   Anders sieht es eventuell in längeren Partnerschaften aus. Was Paare als treu oder untreu empfinden kann sich im Laufe der Zeit verändern. Ebenso wie die Qualität der Bindung.   Aus der Sicht von Psychologen und Paartherapeuten gibt es daher keine allgemeingültigen Regeln zur Treue, nach denen alle Beziehungen glücklich werden.   Für viele Paare hat es sich zum Beispiel bewährt, die sexuellen Bedürfnisse des Partners tolerant zu betrachten. Für andere wiederum ist gerade die Exklusivität ihrer intimen Beziehung das wichtigste Zeichen ihrer Liebe.   Wichtig: Im Gespräch bleiben! Das heißt nicht, dass Partner sich zwangsläufig alles erzählen müssen, was sie erleben oder denken. Aber es bedeutet, dass jeder dafür verantwortlich ist, seinem Partner zu erklären, was er sich von ihm wünscht oder was ihm fehlt. Wer aus Unzufriedenheit schweigt, legt damit den Grundstein zur Untreue.